Unsere Praxen
für Jugendliche
Wir sind ein Zusammenschluss von mehreren Therapeutinnen und Therapeuten, die unter einem Dach arbeiten – alle mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie.
So profitiert ihr von vielfältiger Erfahrung, gebündelter Kompetenz und vertrauensvoller Begleitung.
Hier erhaltet ihr eine Übersicht sowie Erklärungen zu den einzelnen Störungsbildern. Zudem bekommt ihr einen Eindruck von unseren Behandlungsräumen.
Störungsbilder
Behandlungsräume
Störungsbilder
für Jugendliche erklärt
Manchmal geratet ihr in seelische Notlagen, die ihr allein nicht bewältigen könnt. Unter „Störungsbilder“ verstehen wir verschiedene seelische oder psychische Schwierigkeiten, bei denen wir gemeinsam Wege zur Entlastung und Unterstützung finden möchten.
Depressionen
Depressionen kannst Du Dir wie folgt vorstellen:
Eine Depression ist mehr als nur schlechte Laune oder traurig sein. Es ist eine ernste Erkrankung, die deine Gedanken, Gefühle und sogar deinen Körper beeinflussen kann. Wenn du an einer Depression leidest, fühlst du dich oft leer, traurig und müde – und es fällt dir schwer, dich für Dinge zu begeistern, die dir früher Spaß gemacht haben.
Typische Symptome:
- Traurigkeit und Leere: Du fühlst dich oft niedergeschlagen, ohne dass es einen klaren Grund dafür gibt.
- Energieverlust: Es kann sein, dass du dich ständig müde fühlst, selbst wenn du viel geschlafen hast.
- Kein Interesse an Aktivitäten: Dinge, die du früher gerne gemacht hast, sind jetzt langweilig oder interessieren dich nicht mehr.
- Schlafstörungen: Du schläfst entweder zu viel oder gar nicht genug.
- Negative Gedanken: Du fühlst dich wertlos oder denkst, dass du nichts richtig machst.
- Konzentrationsprobleme: In der Schule oder bei Aufgaben fällt es dir schwer, dich zu konzentrieren.
Warum passiert das?
Es gibt viele Gründe, warum jemand an Depressionen erkranken kann. Stress, schwierige Erfahrungen, Probleme in der Familie oder Veränderungen im Gehirn und Körper während der Pubertät können eine Rolle spielen. Manchmal spielt auch die Familie eine Rolle, wenn schon andere Personen in der Familie ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Was kannst du tun?
Es ist wichtig zu wissen, dass du nicht alleine bist. Wenn du das Gefühl hast, dass du in einer Depression steckst, sprich mit jemandem darüber – sei es ein Freund, ein Elternteil oder ein Lehrer. Es gibt Hilfe, sei es durch Gespräche mit einem Therapeuten oder, wenn nötig, durch Medikamente.
Du verdienst es, dich besser zu fühlen!
Angsterkrankungen
Angsterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen in diesem Alter. Sie zeigen sich durch übermäßige, anhaltende Angst vor bestimmten Situationen, Objekten oder Trennungen von Bezugspersonen. Häufige Formen sind Trennungsangst, soziale Angststörung und generalisierte Angststörung. Kinder vermeiden belastende Situationen, leiden unter körperlichen Symptomen wie Bauch- oder Kopfschmerzen, und zeigen oft Rückzugsverhalten oder übermäßige Sorgen.
Zwangsstörungen
Eine Zwangsstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der Kinder und Jugendliche unter wiederkehrenden, belastenden Gedanken (Zwänge) oder innerem Drang leiden, bestimmte Handlungen immer wieder auszuführen (z. B. Händewaschen, Zählen, Kontrollieren). Diese Zwänge werden meist als unsinnig erkannt, können aber nicht unterdrückt werden und verursachen großen inneren Stress. Typisch ist, dass betroffene Kinder versuchen, durch ihre Handlungen Angst zu reduzieren oder schlimme Ereignisse zu verhindern.
Essstörungen
Essstörungen sind ernsthafte psychische Erkrankungen, bei denen das Essverhalten gestört ist und Gedanken um Gewicht, Figur und Nahrung den Alltag stark bestimmen. Bei Kindern und Jugendlichen treten vor allem Anorexie (Magersucht), Bulimie (Ess-Brech-Sucht) und Binge-Eating-Störung (Essanfälle ohne Erbrechen) auf. Betroffene essen zu wenig oder unkontrolliert, zeigen übermäßige Sorge ums Aussehen oder versuchen, durch Erbrechen oder exzessiven Sport Gewicht zu kontrollieren.
ADHS
ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Es handelt sich um eine neurologisch bedingte Entwicklungsstörung, die bereits im Kindesalter beginnt. Typische Merkmale sind Unaufmerksamkeit, Impulsivität und/oder körperliche Unruhe (Hyperaktivität). Betroffene Kinder haben oft Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, sind leicht ablenkbar, sehr lebhaft oder handeln ohne nachzudenken. ADHS tritt in unterschiedlicher Ausprägung auf – manche Kinder sind vor allem unaufmerksam, andere überwiegend hyperaktiv-impulsiv. Die Ursachen sind meist genetisch bedingt, aber auch Umweltfaktoren spielen eine Rolle. Frühzeitige Diagnose und eine Kombination aus Verhaltenstherapie, Elterntraining und ggf. medikamentöser Behandlung können sehr hilfreich sein.
Psychosomatische Beschwerden
Psychosomatische Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen sind körperliche Symptome, für die sich keine ausreichende medizinische Ursache finden lässt – die aber sehr real sind und oft mit seelischem Stress oder inneren Konflikten zusammenhängen. Das können zum Beispiel Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlafprobleme oder Erschöpfung sein.
Diese Beschwerden entstehen nicht „nur im Kopf“, sondern zeigen, dass Körper und Seele eng miteinander verbunden sind. Gerade junge Menschen drücken seelische Belastungen oft über den Körper aus, weil es manchmal schwerfällt, Gefühle in Worte zu fassen.
Psychosomatische Symptome sind ein wichtiges Signal: Sie zeigen, dass etwas im inneren Gleichgewicht aus der Balance geraten ist – und dass es Zeit ist, genauer hinzuschauen und gemeinsam herauszufinden, was dahintersteckt.
Sonstige emotionale Störungen
Eine „sonstige emotionale Störung im Kindesalter“ ist ein Sammelbegriff für emotionale Probleme, die sich nicht eindeutig einer bestimmten Diagnose wie Angststörung oder Depression zuordnen lassen, aber dennoch das Erleben und Verhalten eines Kindes oder Jugendlichen deutlich beeinträchtigen. Das können zum Beispiel übermäßige Sorgen, ständige Traurigkeit, starke Reizbarkeit, Rückzug, emotionale Ausbrüche oder Schwierigkeiten im Umgang mit Trennung und Verlust sein. Auch anhaltende Unsicherheiten im Selbstwert oder extreme Schüchternheit können dazugehören. Diese Störungen zeigen sich oft in Situationen, die für andere Kinder unproblematisch erscheinen – wie bei alltäglichen Veränderungen, in der Schule oder im Umgang mit Gleichaltrigen. Dahinter stehen meist komplexe innere Spannungen oder ungelöste emotionale Themen.
Belastungsreaktionen
Eine Belastungsreaktion im Kindes- und Jugendalter ist eine seelische Reaktion auf ein stark belastendes oder einschneidendes Ereignis. Das kann z. B. eine plötzliche Trennung, ein Unfall, Krankheit in der Familie, ein Umzug, schulischer Druck oder ein traumatisches Erlebnis sein. Kinder und Jugendliche verarbeiten solche Erfahrungen anders als Erwachsene. Manche reagieren mit Ängsten, Schlafstörungen, Reizbarkeit oder Rückzug. Andere zeigen auffälliges Verhalten, werden besonders still oder aggressiv, entwickeln körperliche Beschwerden oder wirken dauerhaft angespannt. Diese Reaktionen sind nicht ungewöhnlich – sie zeigen, dass ein Kind versucht, mit einer Überforderung oder innerem Stress umzugehen. Wenn die Belastung jedoch länger anhält oder den Alltag stark beeinträchtigt, kann psychotherapeutische Unterstützung helfen, das Erlebte zu verarbeiten und wieder innere Sicherheit zu finden.
Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)
Eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) im Kindes- und Jugendalter ist eine seelische Reaktion auf ein extrem belastendes oder erschütterndes Ereignis – zum Beispiel einen Unfall, Gewalt, Missbrauch, eine plötzliche Trennung, schwere Krankheit oder das Miterleben von Bedrohung oder Verlust. Das Erlebte überfordert das Kind so stark, dass es sich innerlich nicht mehr sicher fühlt. Typische Anzeichen einer PTBS können sein: wiederkehrende belastende Erinnerungen oder Albträume, starke innere Unruhe, Rückzug, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme oder plötzliches Erstarren. Manche Kinder vermeiden gezielt Orte, Situationen oder Menschen, die sie an das Geschehene erinnern. Wichtig ist: Eine PTBS ist keine Schwäche, sondern eine natürliche Reaktion auf etwas, das „zu viel“ war. Mit psychotherapeutischer Unterstützung können Kinder und Jugendliche lernen, das Erlebte Stück für Stück zu verarbeiten, Kontrolle zurückzugewinnen und sich wieder sicherer zu fühlen.
Störungen des Sozialverhaltens
Eine Störung des Sozialverhaltens bei Kindern und Jugendlichen bedeutet, dass das Kind oder der Jugendliche oft Verhaltensweisen zeigt, die gegen die gesellschaftlichen Regeln und Normen verstoßen. Das können Dinge sein wie Aggressionen, Lügen, Stehlen oder regelmäßige Konflikte mit anderen, sei es in der Familie, der Schule oder bei Freunden.
Diese Kinder haben oft Schwierigkeiten, Empathie zu zeigen und die Gefühle anderer zu verstehen. Das Verhalten kann die Beziehungen zu anderen belasten und zu wiederholten Problemen führen.
Tic-Störungen
Eine Ticstörung bei Kindern und Jugendlichen bedeutet, dass das Kind plötzlich unwillkürliche Bewegungen oder Geräusche macht, die es nicht kontrollieren kann. Diese Tics können zum Beispiel das Zucken des Kopfes, Blinzeln, Husten oder auch seltsame Geräusche sein.
Es gibt zwei Arten von Tics:
- Motorische Tics: Zuckende Bewegungen, wie das Schlagen mit den Händen oder Zucken des Kopfes.
- Vokale Tics: Geräusche oder Worte, wie Husten, Räuspern oder Fluchen.
Tics sind meistens nicht schädlich, aber sie können unangenehm sein und das Kind oder den Jugendlichen in sozialen Situationen belasten. In den meisten Fällen sind Tics vorübergehend und gehen mit der Zeit wieder weg. Es gibt jedoch auch Tics, die länger bleiben können, wie beim Tourette-Syndrom, wo sowohl motorische als auch vokale Tics auftreten.
Unsere
Behandlungsräume
Unsere Behandlungsräume sind freundlich, hell und so gestaltet, dass ihr euch wohlfühlen könnt. Wir möchten einen geschützten Ort schaffen, an dem offene Gespräche, Vertrauen und neue Schritte möglich werden.
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Ziele unserer Praxen ?
