Unsere Praxen
für Kinder
Störungsbilder
Behandlungsräume
Wir sind ein Zusammenschluss von mehreren Therapeutinnen und Therapeuten, die unter einem Dach arbeiten – alle mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie.
So profitierst Du von vielfältiger Erfahrung, gebündelter Kompetenz und vertrauensvoller Begleitung.
Hier erhälst Du eine Übersicht sowie Erklärungen zu den einzelnen Störungsbildern. Zudem bekommst Du einen Eindruck von unseren Behandlungsräumen.
Störungsbilder
für Kinder erklärt
Wir behandeln unter anderem folgende Störungsbilder.
Hier werden sie für Kinder kurz erklärt:
Depressionen
Depressionen kannst Du Dir wie folgt vorstellen:
Stell dir vor, dein Gehirn ist wie eine riesige Bibliothek. Jeden Tag kommen neue Gedanken und Gefühle in die Bibliothek, und sie helfen dir, Dinge zu verstehen und zu erleben. Normalerweise ist die Bibliothek gut organisiert: Es gibt lustige Bücher, traurige Bücher, aber auch viele schöne und interessante Bücher.
Depression ist wie ein großer Sturm, der plötzlich über die Bibliothek zieht. Der Sturm macht viele Bücher durcheinander, und es wird schwierig, den richtigen Weg zu finden. Alles, was du vorher gerne gemacht hast, fühlt sich plötzlich viel schwerer oder weniger spannend an. Manchmal fühlt sich der Sturm so stark an, dass du den ganzen Tag nur trübe Gedanken hast und kaum noch Freude empfindest.
Es ist wichtig zu wissen, dass dieser Sturm nicht ewig dauert und man Hilfe bekommen kann, um die Bibliothek wieder aufzuräumen und den Sturm zu vertreiben. Es ist wie bei einer Erkältung: Auch wenn du dich schlecht fühlst, bedeutet das nicht, dass es immer so bleiben muss. Manchmal braucht es einfach Zeit und Unterstützung von anderen Menschen, um sich wieder besser zu fühlen.
Angsterkrankungen
Eine Angsterkrankung kannst Du Dir wie folgt vorstellen:
Stell dir vor, du bist auf einem riesigen, bunten Spielplatz mit vielen tollen Geräten: Rutschen, Schaukeln und Klettergerüsten. Normalerweise hast du viel Spaß und fühlst dich sicher, aber manchmal passiert es, dass du plötzlich Angst bekommst. Es fühlt sich so an, als würde dir jemand ein großes, schweres Kuscheltier auf den Bauch legen, das dir den Atem raubt, und du weißt nicht so recht, warum.
Eine Angsterkrankung ist wie ein ständiger, unsichtbarer „Angstschatten“, der sich manchmal einfach so auf dich setzt, auch wenn du gar keinen wirklichen Grund dazu hast. Du fühlst dich dann so, als ob etwas ganz Schlimmes passieren könnte – auch wenn alles in Wirklichkeit sicher ist. Es ist, als ob du auf einem ganz normalen Spielplatz bist, aber dein Körper denkt, dass dort etwas ganz gefährlich ist, auch wenn du es nicht siehst oder es gar nicht da ist.
Das kann sich manchmal anfühlen wie ein unheimliches Zittern, Herzklopfen oder das Gefühl, dass man nicht richtig atmen kann. Aber auch wenn es sich so anfühlt, ist es wichtig zu wissen, dass dieser „Angstschatten“ nicht real ist und dass er wieder verschwinden kann, wenn man lernt, mit ihm umzugehen. Manchmal hilft es, mit jemandem darüber zu sprechen, der dir hilft, die Ängste zu verstehen und mit ihnen zu leben.
Es ist ein bisschen wie bei einem Monster unter dem Bett: Wenn du es anschaust und es ans Licht kommt, sieht es viel kleiner aus, als du es dir vorgestellt hast. Und mit der Zeit wird es immer weniger beängstigend.
Zwangsstörungen
Eine Zwangserkrankung kannst Du Dir wie folgt vorstellen:
Stell dir vor, du hast einen kleinen „Zauberknopf“ in deinem Kopf. Dieser Knopf ist eigentlich dafür da, um dir zu helfen, dich sicher zu fühlen. Aber manchmal, wenn du ihn drückst, passiert etwas Eigenartiges: Der Knopf lässt dich bestimmte Dinge immer wieder tun, auch wenn du es gar nicht wirklich möchtest.
Eine Zwangsstörung ist, als ob dieser Zauberknopf in deinem Kopf ganz oft gedrückt wird und du Dinge tun musst, auch wenn du weißt, dass es nicht nötig ist. Zum Beispiel könnte der Knopf dich immer wieder dazu bringen, dir die Hände zu waschen, auch wenn sie gar nicht dreckig sind. Oder du musst immer wieder etwas an bestimmten Orten überprüfen, weil der Knopf dir sagt, dass etwas schiefgehen könnte.
Es ist, als ob du in einer Endlosschleife bist und immer wieder etwas machst, obwohl du weißt, dass es nicht wirklich notwendig ist. Du fühlst dich gezwungen, diese Dinge zu tun, weil der Knopf dir immer wieder sagt, dass es sicherer ist, wenn du es machst.
Das Gute daran ist, dass man mit der richtigen Hilfe lernen kann, wie man diesen Zauberknopf ein bisschen leiser stellt und so nicht mehr so oft gedrückt wird. Es dauert vielleicht eine Weile, aber mit der Zeit kannst du dich besser fühlen und die Dinge, die du immer wieder tun musst, ein bisschen weniger tun.
Essstörungen
Eine Essstörung kannst Du Dir wie folgt vorstellen:
Stell dir vor, du hast eine kleine Küche in deinem Kopf, und in dieser Küche liegt immer eine Auswahl an verschiedenen Lebensmitteln. Normalerweise isst du, wenn du Hunger hast, und du entscheidest, was du essen möchtest, weil es deinem Körper gut tut.
Aber bei einer Essstörung ist es so, als ob die Küche in deinem Kopf plötzlich ein bisschen durcheinander ist. Manchmal kommt ein komisches Gefühl, das dir sagt, dass du weniger oder gar nichts essen solltest, auch wenn du eigentlich hungrig bist. Oder manchmal sagt dir ein anderes Gefühl, dass du immer mehr essen musst, auch wenn du eigentlich satt bist.
Es ist, als ob dein innerer Kompass für Essen und Hunger durcheinander gerät. Du hörst dann oft auf andere Gedanken, die dir sagen, dass du anders essen solltest, als dein Körper es wirklich braucht. Manchmal fühlst du dich durch diese Gedanken traurig, unsicher oder gestresst, weil du dich nicht richtig entscheiden kannst, was du essen sollst oder wie viel.
Aber es ist ganz wichtig zu wissen, dass diese Gedanken und Gefühle nicht die Wahrheit sind! Dein Körper weiß am besten, was er braucht, um gesund und stark zu bleiben. Mit der richtigen Hilfe, zum Beispiel durch Gespräche mit jemandem, der sich gut auskennt, kann man lernen, wieder gut auf seinen Körper zu hören und den Durcheinander-Koch in deinem Kopf wieder in Ordnung zu bringen.
ADHS
Eine ADHS kannst Du Dir wie folgt vorstellen:
Stell dir vor, dein Gehirn ist wie ein Fernseher mit vielen Kanälen. Normalerweise kannst du den Kanal wechseln und dich gut auf den Film konzentrieren, den du gerade schaust. Aber bei ADHS ist es so, als würde der Fernseher ständig die Kanäle wechseln – der Film stoppt immer wieder, und du musst immer wieder versuchen, den richtigen Kanal zu finden.
Kinder mit ADHS haben manchmal Schwierigkeiten, sich auf eine Sache lange zu konzentrieren, weil ihr „Fernseher“ eben ständig zwischen verschiedenen „Kanälen“ springt. Vielleicht ist es in der Schule schwer, bei einer Aufgabe zu bleiben, weil plötzlich ein Gedanke wie ein neuer Kanal dazwischen kommt. Oder du merkst, dass du oft nach etwas suchst und schnell von einer Sache zur anderen springst, ohne das, was du gerade machst, zu Ende zu bringen.
Manchmal fühlt es sich auch so an, als ob du viele Energiehüpfspiele in deinem Körper hast. Du möchtest einfach immer in Bewegung sein, und das Sitzen oder Stillsein fällt dir schwer.
Aber das ist nicht schlimm! Es gibt viele Wege, wie man mit ADHS umgehen kann. Manche Kinder brauchen einfach ein bisschen mehr Zeit, um sich zu konzentrieren, oder sie müssen ihre Energie in sportliche Aktivitäten stecken, um sich besser zu fühlen. Es gibt auch Erwachsene, die den Kindern helfen, ihren „Fernseher“ richtig einzustellen, sodass es leichter wird, sich auf eine Sache zu konzentrieren.
Es ist wichtig zu wissen, dass jeder Mensch anders ist, und auch wenn es manchmal schwieriger ist, bei etwas zu bleiben, hast du trotzdem viele tolle Stärken und Fähigkeiten!
Psychosomatische Beschwerden
Psychosomatische Beschwerden kannst Du Dir wie folgt vorstellen:
Stell dir vor, dein Körper ist wie ein Auto. Dein Auto braucht guten Treibstoff, um gut zu fahren. Und genauso braucht dein Körper auch gute Gedanken und gute Gefühle, um gesund zu bleiben. Wenn es deinem Kopf oder deinen Gefühlen nicht gut geht – zum Beispiel, wenn du traurig, ängstlich oder gestresst bist – kann es passieren, dass dein Körper das auch merkt. Manchmal reagiert dein Körper dann auf diese Gefühle, auch wenn es gar keinen echten körperlichen Grund dafür gibt.
Psychosomatische Beschwerden sind, wenn der Körper auf schlechte Gefühle oder Gedanken reagiert und du dann zum Beispiel Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwitzen oder Müdigkeit bekommst, obwohl du körperlich nicht krank bist. Dein Körper reagiert also so, als ob etwas nicht stimmt, weil dein Kopf oder deine Gefühle durcheinander sind.
Es ist ein bisschen so, als ob dein Auto plötzlich ein komisches Geräusch macht, weil du viel nachdenkst und dich gestresst fühlst – auch wenn nichts am Auto kaputt ist. Es ist also keine wirkliche Krankheit, sondern dein Körper zeigt dir, dass du auf deine Gefühle und deinen Kopf achten solltest.
Wenn du zum Beispiel viele Sorgen hast oder in der Schule immer gestresst bist, kann es passieren, dass du plötzlich Bauchschmerzen bekommst. Dein Körper möchte dir damit sagen: „Hey, du bist vielleicht gerade überlastet oder ängstlich!“ Aber keine Sorge, das kann man oft wieder in den Griff bekommen, indem man auf seine Gefühle hört, sich entspannen kann und manchmal auch mit jemandem darüber spricht.
Sonstige emotionale Störungen
Eine (sonstige) emotionale Störung kannst Du Dir wie folgt vorstellen:
Stell dir vor, in deinem Kopf gibt es viele verschiedene Gefühle, die wie Wolken am Himmel sind. Manchmal ist der Himmel ganz klar und sonnig, und du fühlst dich fröhlich. Manchmal sind die Wolken etwas dunkler, und du fühlst dich traurig oder wütend. Und manchmal ziehen sehr viele Wolken auf, die sich ganz schwer anfühlen, aber du weißt nicht genau, warum.
Eine sonstige emotionale Störung ist wie eine Zeit, in der die Wolken in deinem Kopf ganz besonders schwer werden. Du fühlst dich dann viel häufiger traurig, ängstlich oder wütend, auch wenn es keinen speziellen Grund dafür gibt. Deine Gefühle sind so stark, dass sie deinen Alltag beeinflussen – du kannst dann vielleicht nicht so gut spielen oder lernen, oder du fühlst dich von deinen eigenen Gefühlen überfordert.
Es ist ein bisschen so, als ob der Himmel in deinem Kopf immer wieder bewölkt ist und die Sonne sich versteckt. Du möchtest vielleicht wieder fröhlich sein, aber die dunklen Wolken wollen nicht verschwinden.
Die gute Nachricht ist: Es gibt viele Möglichkeiten, wie man diese Wolken wieder leichter machen kann. Zum Beispiel, indem man mit einem Erwachsenen oder einem Therapeuten spricht, der hilft, die Wolken zu verstehen und wieder aufzulockern. Manchmal hilft es auch, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, Dinge zu tun, die einem Spaß machen, oder einfach mal tief durchzuatmen.
Wichtig ist, dass es in Ordnung ist, sich manchmal nicht so gut zu fühlen. Und auch wenn die Wolken schwer erscheinen, können sie mit der richtigen Hilfe wieder leichter werden und die Sonne kann wieder durchscheinen.
Belastungsreaktionen
Eine Belastungsreaktion kannst Du Dir wie folgt vorstellen:
Stell dir vor, du musst einen schweren Rucksack tragen, der voller Sachen ist – vielleicht schwere Bücher, Steine oder auch ganz viele kleine Sorgen. Wenn du diesen Rucksack für eine Weile trägst, wirst du wahrscheinlich merken, dass er immer schwerer wird und du irgendwann müde wirst.
Eine Belastungsreaktion ist ein bisschen so wie das Tragen dieses schweren Rucksacks. Dein Kopf und dein Körper müssen viel leisten, zum Beispiel, wenn du dich über etwas Sorgen machst oder viel Stress in der Schule oder zu Hause hast. Manchmal ist es okay, ein bisschen belastet zu sein, aber wenn du zu lange mit diesem schweren Rucksack herumläufst, kann es passieren, dass du dich plötzlich müde, genervt oder überfordert fühlst.
Die Belastungsreaktion ist die Reaktion deines Körpers und deines Kopfes, wenn du zu viel von diesem „schweren Rucksack“ hast. Du fühlst dich dann vielleicht traurig, kannst dich nicht richtig konzentrieren oder hast Kopf- oder Bauchschmerzen. Dein Körper sagt dir dann, dass du eine Pause brauchst, weil der Rucksack zu schwer geworden ist.
Es ist wichtig zu wissen, dass es in Ordnung ist, sich manchmal belastet zu fühlen. Jeder Mensch hat ab und zu schwere Tage. Aber genauso wie du den Rucksack absetzen kannst, ist es wichtig, dass du dir auch Pausen gönnst, dir Hilfe holst und Dinge tust, die dir gut tun, um wieder leichter und fröhlicher zu werden.
Wenn du den Rucksack zu lange trägst, ist es gut, darüber zu sprechen, damit du Unterstützung bekommst. Ein Gespräch mit einem Erwachsenen, der dir vertraut, kann dir helfen, den „Rucksack“ zu erleichtern.
Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)
Eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) kannst Du Dir wie folgt vorstellen:
Stell dir vor, dein Kopf ist wie ein Haus, in dem du und deine Gefühle wohnen. In diesem Haus gibt es viele Zimmer: ein Zimmer für Freude, eines für Wut, eines für Angst, und auch ein Zimmer für Erinnerungen.
Wenn jemand eine PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) hat, ist es so, als ob in einem bestimmten Zimmer, das für schlechte Erinnerungen zuständig ist, die Tür nicht richtig schließen kann. Diese schlechten Erinnerungen kommen dann immer wieder, auch wenn du sie eigentlich nicht mehr sehen oder daran denken möchtest. Es ist, als ob die schlimme Erinnerung wie ein Film immer wieder abläuft – und das kann beängstigend oder verwirrend sein.
Vielleicht fühlst du dich dann immer wieder so, als ob das Schlimme, was passiert ist, nochmal passieren könnte, auch wenn du sicher bist, dass es nicht mehr passiert. Es ist ein bisschen so, als ob dein Kopf dir immer wieder sagt, dass du vorsichtig sein musst, obwohl alles in Ordnung ist. Du könntest dich dann auch plötzlich sehr traurig, ängstlich oder wütend fühlen, ohne dass du es wirklich verstehst.
Manchmal kann es auch sein, dass du Geräusche oder Gerüche wahrnimmst, die dich an die schlimme Erinnerung erinnern, und dann fühlt es sich so an, als ob du noch mitten in dem Moment steckst.
Aber es ist wichtig zu wissen, dass du mit Hilfe von anderen – wie einer Erwachsenen Person, die dir vertraut, oder einem Therapeuten, der sich mit solchen Sachen gut auskennt – lernen kannst, wie du mit diesen Erinnerungen besser umgehen kannst. Es gibt viele Wege, um die Tür zu diesem Zimmer zu reparieren, sodass die schlechten Erinnerungen nicht immer wieder kommen.
Störungen des Sozialverhaltens
Eine Störung des Sozialverhaltens kannst Du Dir wie folgt vorstellen:
Stell dir vor, in einer Gemeinschaft wie in der Schule oder zu Hause gibt es Regeln, die jeder befolgen sollte, damit alle miteinander gut auskommen. Diese Regeln helfen uns, freundlich und respektvoll miteinander umzugehen, zum Beispiel, wenn wir nicht lügen, nicht stehlen oder nicht andere ärgern.
Eine Störung des Sozialverhaltens ist, wenn ein Kind oder ein Jugendlicher Schwierigkeiten damit hat, sich an diese Regeln zu halten. Das bedeutet nicht, dass diese Kinder böse sind, aber sie haben manchmal Probleme, die Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen zu verstehen oder darauf Rücksicht zu nehmen.
Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens tun oft Dinge, die die Gefühle anderer verletzen oder gegen die Regeln verstoßen, wie:
- Lügen oder Stehlen.
- Wutausbrüche haben und Sachen kaputt machen.
- Anderen Weh tun, indem sie jemanden schubsen oder ärgern.
- Häufige Streitereien oder sogar Gewalt in Beziehungen zu anderen.
Das bedeutet nicht, dass diese Kinder immer so sind. Oft haben sie Schwierigkeiten, ihre Gefühle richtig auszudrücken oder sich in andere hineinzuversetzen. Es kann auch sein, dass sie zu viel Stress oder Ängste haben, die sie dann in ihr Verhalten umwandeln.
Es ist wichtig zu wissen, dass Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens nicht absichtlich böse sind. Sie brauchen Hilfe, um zu lernen, wie man mit anderen besser umgeht, wie man seine Gefühle anders zeigt und wie man Probleme ohne Streit lösen kann.
Tic-Störungen
Stell dir vor, dein Körper ist wie ein Auto, das auf „Autopilot“ fährt. Normalerweise machst du mit deinem Körper Dinge, die du bewusst tust, wie zum Beispiel gehen, sprechen oder die Hand heben. Aber bei Tics passiert etwas Besonderes: Dein Körper macht bestimmte Bewegungen oder Geräusche, ohne dass du es wirklich willst.
Tics sind plötzlich auftretende Bewegungen oder Geräusche, die man einfach macht, ohne sie zu kontrollieren. Zum Beispiel könnte jemand mit Tics plötzlich mit den Augen blinzeln, den Kopf schütteln, die Schultern zucken oder sogar ein Geräusch machen, wie husten, räuspern oder fluchen (auch wenn man es gar nicht will).
Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde dein Körper etwas tun, ohne dass du ihn darum bittest, und es ist schwer, es zu stoppen. Manchmal kommt ein Tic immer wieder und wird stärker, wenn man aufhört, darüber nachzudenken.
Es gibt zwei Arten von Tics:
- Motorische Tics: Das sind Bewegungen, wie das Zucken mit dem Kopf oder das Blinzeln mit den Augen.
- Vokale Tics: Das sind Geräusche, wie Husten, Räuspern oder auch wiederholtes Sagen von Wörtern oder Lauten.
Es ist wichtig zu wissen, dass Tics bei manchen Menschen von selbst wieder verschwinden, aber manchmal bleiben sie auch eine Weile. Sie sind keine Krankheit und auch nicht absichtlich – sie passieren einfach. Tics können zum Beispiel auch stärker werden, wenn jemand gestresst oder aufgeregt ist.
Tourette-Syndrom ist eine spezielle Form von Tics, bei der sowohl motorische als auch vokale Tics auftreten, aber auch bei diesem Syndrom gibt es viele Möglichkeiten, die Tics zu lindern und zu lernen, wie man besser mit ihnen umgeht.
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